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Mein neuer Kumpel - eine tierische Begegnung mit einem Eichhörnchen

  • Autorenbild: Katja
    Katja
  • 25. Nov. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Sept. 2024

Ja, in unserem kleinen Garten ist manchmal ganz schön was los. Die Vögelchen singen ihre Frühlingslieder, planschen vergnügt in der Wasserschale und im Sommer brummt summt und flattert es überall. Während in der Abenddämmerung die Fledermäuse ihre lautlosen Bahnen am Himmel ziehen schnuffelt ein Igelchen hin und wieder über das grüne Gras auf der Suche nach den dicken Nacktschnecken. In der Zwischenzeit beschäftigt sich die Katze aus der Nachbarschaft mit unserer "Hausmaus" Freddy.

 

Eines Tages jedoch war plötzlich ein fremdartiges Geräusch auf unserem Holzboden der Terrasse zu hören. Ich saß gerade auf dem Sofa und drehte mich um, um zu sehen was das Geräusch verursacht hatte. Meinen Augen traute ich kaum und war vor lauter Freude komplett erfasst: da saß doch tatsächlich ein Eichhörnchen bei uns auf der Terrasse. Klar, wie es jeden Herbst unseren Haselnussstrauch leerte, haben wir schon oft beobachtet aber so nah waren wir einander noch nie gekommen. Irgendein Vogel machte Radau und es lief verschreckt Weg. Der passende Name war schnell gefunden. Wir tauften es Nussini.

 

Ich überlegte, wie man unseren neuen kleinen Freund noch einmal anlocken könnte um eventuell auch mal ein Foto von diesem putzigen Wildtier machen zu können und nahm einen kleinen durchsichtigen Eimer, füllte ihn mit Wal- und Haselnüssen und legte noch als Bonbon ein paar Erdnüsse oben drauf. Den Eimer platzierte ich mitten auf dem Tisch. Es dauert eine Ewigkeit. Jeden Tag zählte ich die Nüsse - mist immer noch alle da. Tag um Tag verging, aber Nussini ließ sich einfach nicht mehr blicken. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben als endlich wieder das besagte Geräusch zu hören war. Pures Glück erfasst mich als ich Nussini erblickte; er hatte sich tatsächlich an dem Eimerchen bedient.

 

Von nun an kam er täglich um sich seine Ration abzuholen. Immer wenn ich die Gelegenheit hatte setzte ich mich von Innen ganz dicht an die Scheibe, die Handykamera startklar und vergaß bei diesem bezaubernden Anblick alles um mich herum. Zeit und Raum wurden überflüssig und ich genoss einfach ihm zuzusehen. Immer wieder kaufte ich Nüsse und füllte fleißig nach. Guido ging leider leer aus, obwohl er die Nüsschen auch gerne genascht hätte.

 

Eines Morgens setzte ich mich auf die Terrasse mit meiner Schüssel Müsli um die Stille auszukosten. Auf einmal saß Nussini vor mir auf dem Tisch - wir waren nicht einmal 50 cm voneinander entfernt. Um ihn nicht zu verschrecken verharrte ich in meiner Kaubewegung und hielt den Atem an; nicht mal zu blinzeln erlaubte ich mir. Wir sahen uns beide ein wenig verdattert an, da wohl niemand mit der Gegenwart des Anderen gerechnet hatte. Er klaute sich noch schnell eine Nuss blickte mich noch einmal an und verschwand wieder. Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich mich darüber gefreut hatte. Es war einfach reine Glückseligkeit und Dankbarkeit die mich durchströmte als ich realisierte, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Es ist wirklich ein sehr hübsches niedliches und zugleich faszinierendes Geschöpf und wurde schnell zu meinem neuen Kumpel.

 

Diese wundervollen tierischen Begegnungen in unserer kleinen Oase zeigen mir, dass die Natur hier noch in Ordnung ist und wir anscheinend alles richtig machen indem wir keinen chemischen Dünger verwenden, auch mal das Unkraut stehen lassen, kaum eine Fläche gepflastert haben und in Form von verschiedenen Blumen und Kräutern genug Nahrungsangebote für die Insekten bieten

 

Mein neuer Kumpel - eine tierische Begegnung mit einem Eichhörnchen: to be continued ...



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